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Fortschritte

Realistische und stilisierte FragmentvisualisierungIm Folgenden wird ein Überblick über Fortschritte und Zwischenergebnisse des Projekts "3D-Joins und Schriftmetrologie" gegeben, wobei ergebnisorientiert zwischen philologisch relevanten und informatisch relevanten Aspekten unterschieden wird. Fortschritte bei der Digitalisierung von Keilschrifttexten und bei der nachhaltigen Sicherung der Forschungsdaten werden separat präsentiert.

Als Basis für die dreidimensionale Analyse von Keilschriftmanuskripten dient der Entwurf eines für philologische und informatische Belange gleichermaßen geeigneten terminologischen Rahmens, der die eindeutige Referenzierung der einzelnen Keilkomponenten sowie einen methodologisch konsistenten Ansatz zu ihrer Untersuchung ermöglicht (s. Cammarosano et al. 2014: 4-9).

Die rechnergestützte Analyse von Keilschrifttexten erfolgt auf multiplen Abstraktionsebenen und wird mit besonderem Fokus auf den Zielsetzungen Dokumentation und rechnergestützte Kollation, Schriftmerkmalsxtraktion, halbautomatisierte Identifikation von zusammengehörigen Fragmenten (Joins), dreidimensionale Rekonstruktion von fragmentierten Tontafeln, Ausprägung und Differenzierung individueller Handschriften (Schreiber) und Schreibtraditionen durchgeführt.

Virtuelles Joinen von ManuskriptenDarüber hinaus wurden im Kontext der Rekonstruktion alter Schreibtechnik(en) die Eigenschaften des Schreibgriffels sowie die Beziehung zwischen Griffelspitze und Keileindrücken durch einen interdisziplinären Ansatz sowie durch praktische Experimente untersucht (s. Cammarosano 2014).

Die im Rahmen des Projektes entwickelten rechnergestützte Analysetechniken werdem im Software-Demonstrator CuneiformAnalyser, der eine robuste Integration von philologischer Expertise sowie rechnergestützter Visualisierung und automatisierter 3D-Analyse erreicht (s. Fisseler et al. 2013 und Fisseler et al. 2014). Dabei umfassen die Entwicklungsschwerpunkte die Bereitstellung eines intuitiv und interaktiv bedienbaren Systems, eine anwendungsspezifisch flexible Visualisierung mit hoher Informationsdichte, die nahtlose Integration philologischen Expertenwissens, die performante Verarbeitung großer Datenmengen und die Verfügbarkeit flexibler Datenaustauschschnittstellen und hochgenauer Messwerkzeuge. Einige der im CuneiformAnalyser realisierten Funktionalitäten werden mittels kommentierter Clips vorgestellt.

Automatisierte Keilextraktion und VermessungRelevante Fortschritte aus informatischer Perspektive umfassen die Integration hochqualitativer Visualisierungstechniken sowie die Entwicklung eines hoch performanten Systems zur interaktiven Vermessung und automatisierten Segmentierung von Keilkomponenten und Schriftmerkmalen. Im Kontext der anwendungsspezifischen Modellierung und Adaption von Segmentierungsmethoden wird eine hohe Fehlertoleranz im Bezug auf die Datenqualität der zur Verfügung stehenden Scan-Daten erreicht und die Verarbeitung großer Datenmengen durch den konsequenten Einsatz von GPGPU-Techniken ermöglicht. Für die Speicherung und Vernetzung der im Rahmen der Analyse generierten Metadaten wird eine dedizierte raumbezogene Datenbank entwickelt.

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